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Home Behandlungsmethoden TCM und Akupunktur

TCM und Akupunktur

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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts im Westen anerkannt. Im Osten (China, Taiwan) geht die Tradition bis ca. 2000 v. Chr. zurück. Damals wurde noch keine Medizin im heutigen Sinne betrieben. Vielmehr wurden Orakel zur Entstehung von Krankheiten befragt.
Das älteste Lehrbuch zur TCM heißt I Ging. Dieser Klassiker beschreibt die Fünf Wandlungsphasen. Es entstand (als Buch) um 700 v. Chr. und ist sehr viel älter als die Lehre von Yin und Yang.
Zwischen 400 und 260 v. Chr. entstand der "Innere Klassiker des Gelben Kaisers", ein zweiteiliger Wälzer, der ausgiebig zur Theorie der TCM (Teil 1) sowie zur Akupunktur (Teil 2) Stellung bezieht.

Geprägt wurde die TCM vom Konfuzianismus (Konfuzius als Begründer desselben lebte um 500 v. Chr.), Daoismus (Chinesische Philosophie und Religion, Zhou-Dynastie um 400 v. Chr.) und Buddhismus (indischer Einfluss um 200 n. Chr.).

Die Lehre des Konfuzius umfasst: Humanität, Gerechtigkeit, kindliche Pietät, Riten. Empfohlene Literatur: I Ging.
Dao bedeutet soviel wie Weg, Methode, Prinzip, "der rechte Weg". Es spielen eine Rolle: die kosmologische Vorstellung von Himmel und Erde, die fünf Wandlungsphasen, die Lehre von Qi (kann mit Energie oder Lebensenergie übersetzt werden), Yin und Yang und das I Ging.
Feng Shui ist ein Abkömmling des Daoismus.
Die chinesische Arznei(kräuter)therapie geht auf die Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) zurück.
Vom Buddhismus übernahm der Daoismus die Höllenvorstellung und die Organisation eines Mönchswesens.
Der Daoismus wurde in seinem Streben nach Unsterblichkeit erheblich vom Buddhismus beeinflusst: Techniken der inneren Alchemie wurden übernommen, wie z. B. das Herstellen von Pillen und Elixieren zur Lebensverlängerung. Wichtig waren dabei Zinnober, Quecksilber und Gold.

Auf diesen Wurzeln stehen also die fünf Säulen der TCM auch heute noch. Man zählt zu den Therapiemöglichkeiten der Chinesischen Medizin zum einen natürlich die älteste und traditionsreichste Methode, die Akupunktur in ihren vielen Modifikationen (Körperakupunktur, Mikrosystemakupunktur wie z. B. Ohrakupunktur, auch Aurikulotherapie (französische Einflüsse), Japanische Schädelakupunktur, koreanische Handakupunktur usw.). Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle auch auf die französisch-westliche Schule der Ohrakupunktur verweisen. In meiner Praxis werden immer beide Punktlokalisationen (franz. und chin.) auf ihre Sensibilität hin untersucht.
Neben der Akupunktur werden verschiedene Massagetechniken (Akupressur) angewandt. Durch unterschiedliche Handgriffe werden Akupunkturpunkte bzw. ganze Meridiane (so heißen die Straßen, an denen entlang die Punkte aufgereiht sind) mobilisiert. Es gibt verschiedene Verfahren, wie z. B. Gua Sha- oder Tuina-Massage.
Die chinesische Arznei(kräuter)therapie ist wie schon erwähnt eine ebenfalls traditionsreiche Methode. Chinesische Arnzeikräuter sind aber nicht mit unseren westlichen Kräutern zu vergleichen. Sie wirken sehr viel stärker und müssen mit größter Vorsicht dosiert werden. Es kommen nicht nur Kräuter zum Einsatz sondern auch tierische Substanzen und Mineralien, wie es auch in der Klassische Homöopathie der Fall ist.
Ein wichtiger Punkt ist natürlich die Ernährung, welche in der TCM eine nicht weg zu denkende Säule darstellt. Sie orientiert sich an den Fünf Wandlungsphasen, welche auch als Fünf-Elemente-Lehre bekannt sind. Die wahren Künstler kochen ihre traditionsreichen Gerichte im Zyklus.
Zuletzt sind da noch die verschiedenen Entspannungs- und Meditationstechniken anzuführen. Es ist für den Patienten wichtig, ein Entspannungsverfahren zu erlernen. Denn ohne Qi Gong bzw. Tai Chi ist die Traditionell-Chinesische Medizin ein Baum mit sehr schwachen Wurzeln, wie es immer heißt!
 

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