• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Behandlungsmethoden Sauerstoff-Ozon-Therapie

Sauerstoff-Ozon-Therapie

E-Mail Drucken

Seit rund 100 Jahren wird die Ozon-Sauerstoff-Therapie erfolgreich in der Humanmedizin eingesetzt. Sie ist mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen und sehr sicher geworden. Übliche Verfahren sind heute die äußere Applikation im Hautbereich bei Entzündungen oder Geschwüren, die Insufflation ins Darmlumen bei Colitiden ebenso wie die sogenannte kleine Eigenbluttherapie mit mehreren Injektionen etwa zur Immunmodulation bei Allergien. Die sogenannte große Eigenbluttherapie kann isobar oder hyperbar durchgeführt werden. Selbstverständlich wird für jeden Patienten steriles Einmalmaterial verwendet. Hyperbare Geräte arbeiten steril mit geschlossenen Systemen und ermöglichen zusätzlich durch Druckkontrolle eine schonende Entnahme sowie Rückinfusion des Blutes. Mehrere Sicherheitssysteme überwachen den korrekten Ablauf zusätzlich.

Alle Patienten mit erhöhtem Sauerstoffbedarf profitieren von einer Ozon-Sauerstoff-Behandlung. Welche Applikationsart gewählt wird, entscheidet sich in einem individuellen Gespräch mit dem Arzt, in dem eventuelle Kontraindikationen evaluiert werden müssen.

"Was Sauerstoff nicht kann, vermag Ozon", erkannte schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts Prof. Dr. Erwin Payr, Chirurg in Leipzig. Er war selbst auf die Ozontherapie bei einer erfolgreichen zahnärztlichen Behandlung in der Schweiz aufmerksam geworden. Große Erfolge in der Humanmedizin gehen auf sein Konto. Zu Kriegszeiten setzte er in Ermangelung antibiotischer Mittel sehr viel Sauerstoff und Ozon ein. Durch die desinfizierende und durchblutungssteigernde Wirkung konnte er viele Kriegsopfer vor Amputationen bewahren oder sie zumindest auf kleinere Bereiche beschränken.

Heute weiß man, dass die Wirkung des Sauerstoff-Ozon-Gemisches auf zellulärer Ebene in den Erythrocyten und in den Leukozyten stattfindet. Es sind in der applizierten Mischung immer mindestens 95 % Sauerstoff und weniger als 5 % Ozon enthalten. Letzteres zerfällt innerhalb von Sekunden in der Infusionsflasche. Eine giftige Wirkung ist deshalb ausgeschlossen.

Das reaktionsfreudige Ozon stößt in den Blutzellen verschiedene Reaktionen an. In den roten Blutkörperchen kommt es zu einer leichteren Verformbarkeit der Zellmembran, was eine optimale Gefäßgängigkeit im kapillären Bereich zur Folge hat. Außerdem werden die Zellen angeregt, den aufgeladenen Sauerstoff verstärkt im Gewebe abzugeben. Zusätzlich werden sogenannte Peroxide aktiviert, welche das Glutathionsystem und andere Entgiftungsenzyme aktivieren.

Die Reaktion der weißen Blutkörperchen (Körperpolizei) besteht in einer Freisetzung von Cytokinen, welche in der Lage sind, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Indikationen sind sowohl ein zu schwaches Immunsystem mit wiederkehrenden Infekten bis hin zum Krebs als auch ein überaktives Immunsystem bei Allergikern oder Autoimmunkranken (Rheuma, chronisch-entzündliche Erkrankungen).

Die Sauerstoff-Ozon-Therapie muss als Teil einer individuellen komplementärmedizinischen Behandlung gesehen werden. Eine Kombination mit anderen Verfahren wie der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Klassischen Homöopathie und den westlichen Naturheilverfahren (Kneippmedizin) erscheint sinnvoll.

 

Design by i-cons.ch / etosha-namibia.ch