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Home Behandlungsmethoden Klassische Homöopathie

Klassische Homöopathie

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Die klassische Homöopathie wurde von dem sächsischen Arzt Dr. med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843) begründet. Nach dem Ähnlichkeitsprinzip: "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt" (similia similibus curentur) verabreicht man eine Arznei, ein homöopathisches Einzelmittel. (In der klassischen Homöopathie werden keine Komplexmittel verabreicht)!
Es wird eine Arznei ausgesucht, welche in der Lage ist, beim Gesunden genau die Beschwerden des Patienten auszulösen. Man darf das aber nicht so verstehen, dass diese Medizin einen Gesunden krank macht. Eine Arzneimittelprüfung - so wird das Verfahren genannt, wenn man einem Gesunden ein bestimmtes Mittel verabreicht und dann aufzeichnet, welche Beschwerden dadurch entstehen - erzeugt nur eine "Kunstkrankheit".
Bevor jedoch eine Mittlewahl erfolgen kann, ist eine ausführliche Anamnese erforderlich, welche nicht nur aktuelle Beschwerden, sondern auch frühere Krankheiten berücksichtigt. Es werden sogenannte Modalitäten abgefragt (wann tritt Besserung, wann Verschlechterung ein) oder verschiedene andere Dinge, die für die Mittelfindung wichtig sind. Oft sind es scheinbare Nebensächlichkeiten, die der Patient von sich aus gar nicht erwähnen würde oder bestimmte Körperhaltungen oder Auffälligkeiten bei der Untersuchung, die den Weg zu einer bestimmten Arznei ebnen.
Verabreicht wird das Präparat in potenzierter Form. Ob eine hohe oder niedere Potenz eingesetzt wird, entscheidet sich von Fall zu Fall individuell.

Die zwölf Schüssler-Salze von Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler stellen übrigens einen sehr schmalen Auszug aus der Vielzahl der homöopathischen Mittel (mittlerweile ein paar Tausend) dar. Es werden auschließlich Tiefpotenzen verwendet.

Ich möchte hier noch am Rande die Bachblütentherapie anführen, die auf den englischen Arzt Dr. med. Eduard Bach (1886-1936) zurück geht. Diese Bachblüten werden zwar meistens nicht als Einzelmittel, sondern als Mischung verabreicht, aber es handelt sich um potenzierte Mittel aus Urtinkturen. Wahrscheinlich wird deshalb oft die Bachblüten-Therapie mit der Klassischen Homöopathie in einen Topf geworfen. Es stehen dafür 38 verschiedene Blüten zur Verfügung. Der Grundgedanke ist, dass ein körperliches Leiden seine Ursache in einer tiefer liegenden seelisch-geistigen Störung hat. Entsprechend definiert Bach 38 Gemütszustände. Diese auch als "Irrtümer" bezeichneten Symptome sollen mittels der Bachblüten in "Tugenden" zurückgeführt werden.
Am bekanntesten sind hier wohl die Notfall- oder Rescuetropfen.

 

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